Erste Anzeichen der Eingeborenen gefunden!
Bolkheimer Blatt
- Im Frühjahr 20 nach Chron –
Auf einer seiner Erkundungstouren stieß Egmond Tannhûser auf erste Anzeichen fremder Kultur.
Wie angenommen wird handelt es sich hierbei um Kunst und Bauten der Ureinwohner des Landes.
Obwohl trotz etlicher Expeditionen bisher kaum Anzeichen von fremdem Leben gefunden wurden ist man nicht überrascht, dass auch dieses Land wie es schein bewohnt sein dürfte.
Graf Tarajan hat gemeinsam mit Baron Schanon geraten, die Zeichen nicht überzubewerten, da es sich hierbei auch um Kulturgüter von Reisenden handeln könnte, jedoch seine Frau und die Baroness Ril'su sind der Meinung, dass die Lage der Funde im Landesinneren an keiner offenkundigen Reiseroute eher für Einheimische sprechen würde.
Egmond Tannhûser fertigte etliche Zeichnungen der Entdeckungen an, die wir an dieser Stelle mit freundlicher Genehmigung abdrucken durften.
Es handelt sich hierbei um offenkundig verlegte Holzbohlen, die eine Art Pfad in den Forst darstellen. Wozu diese Bohlen gelegt wurden ist nicht bekannt, jedoch wird heiß spekuliert, dass der Bau wohl für Karren gedacht war, um schwere Lasten mühelos über den weichen Waldboden transportieren zu können.
Eine weitere Skizze zeigt primitive Behausungen, vielleicht Hütten von Waldarbeitern, die zum Teil mehrere Nächte im Forst verbringen mussten um ihre Arbeit leisten zu können. Sehr wahrscheinlich sind sie als Schutz vor wilden Tieren oder der Witterung errichtet worden, es ist denkbar dass die Ureinwohner auch Wachen vor den Hütten aufstellten. Die Hütten bieten dem Anschein nach Obdach für etwa drei normal große Personen.
Die letzte Abbildung ist mitunter die interessanteste, da es sich hier offenkundig um Kunst handelt. Dies würde auf eine höher entwickelte und zivilisiertere Gesellschaft schließen lassen, als es zum Beispiel bei den Holmern der Fall war. Sie zeigt eine kunstvolle Schnitzerei, die auch die letzten Zweifel beiseite räumt, dass es sich um das Werk erwachsener, kulturschaffender Lebenwesen handeln muss.
Derzeit wissen wir noch nicht viel über die örtliche Flora und Fauna und noch viel weniger ist über Eingeborenen bekannt. Es wird bereits gemutmaßt, dass es sich um aggressive Wilde handeln könne, die uns derzeit ausspionieren um uns des Nächtens hinterhältig zu attackieren, jedoch sieht die Führungsriege derzeit keinerlei Veranlassung diesbezüglich Maßnahmen zu ergreifen.



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